Der Rennvogel – Watvogel auf dem Trockenen

Der Rennvogel – Watvogel auf dem Trockenen

Schaut man sich an, wo der Rennvogel zu Hause ist, kommt man zunächst nicht auf die Idee, dass es sich um eine Limikolenart handelt. Der schmale Vogel mit den flinken Beinen hat einen ganz anderen Lebensraum gewählt als seine nahen Verwandten.

Aussehen

Rennvögel erreichen eine Länge von 20 bis 25 cm und sind sehr schmal gebaut. Auffällig sind die im Verhältnis zum Körper langen Beine und die aufrechte Haltung, mit der sich der Vogel fortbewegt. Das Gefieder ist braun bis beige und auf der Unterseite etwas heller als auf der Oberseite. Damit ist der Rennvogel in baumlosen Wüstenregionen gut getarnt. Der Schnabel ist leicht nach unten gebogen. Über dem Auge befindet sich ein weißer und darunter ein schwarzer Streifen, die im Nacken zusammenlaufen. Am Hinterkopf ist das Gefieder gräulich gefärbt. Das der Rennvogel mit den Brachschwalben verwandt ist, wir im Flug deutlich: Hier zeigen sich die langen, spitz zulaufenden Flügel, die an den Außenrändern schwarz gefärbt sind.

Vorkommen

Vom Norden und Westen Afrikas bis zum Persischen Golf und Turkmenistan ist der Rennvogel zu finden. Früher war er vermehrt auch in Süd- und Mitteleuropa zu sehen, heute lassen sich keine Populationen eindeutig ausmachen. Nur ein kleiner Teil der Populationen zieht im Winter nach Indien und auf die arabische Halbinsel. Der regenpfeiferähnliche Vogel lebt in trockenen Wüsten und Halbwüsten sowie hohen Dünen und felsigen Landschaften.

Verhalten und Wissenswertes

Wie sein Name schon vermuten lässt, bewegt sich der Rennvogel am liebsten zu Fuß fort. Über kurze Strecken läuft er sehr schnell, und stoppt dann wieder abrupt. Wittert er Gefahr, versteckter sich hinter Felsen und Bodenerhebungen. Während sie rennen, fangen die Vögel verschiedene Insekten und schlucken sie im Ganzen hinunter. Am liebsten fressen die Rennvögel Heuschrecken, und auch vor kleinen Eidechsen mache sie nicht Halt.
Zwischen Februar und Juni baut das Vogelpaar ein Nest: Dafür schaben sie eine Mulde in den lockeren Sandboden. Knapp drei Wochen lang brüten die Eltern abwechselnd zwei bis drei Eier aus. Einen Monat nach dem Schlüpfen sind die Jungen flügge.

 

Foto: Francesco Veronesi (Lizenz CC BY-SA 2.0)

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