Alles außer schwitzen: Vögel und Hitze

Alles außer schwitzen: Vögel und Hitze

Anders als wir Menschen können Vögel ihr Gefieder nicht ablegen, wenn ihnen zu heiß wird. Sie haben andere Strategien, um den Sommer gut zu überstehen.

Vögel und Hitze – Schatten erwünscht

Genau wie wir Menschen suchen sich Vögel instinktiv ein möglichst schattiges Plätzchen, um der heißen Sonne zu entgehen. Bei ihnen sind das dann die Bereiche unter Bäumen und Büschen. Auch deshalb ist es wichtig, im eigenen Garten für möglichst viel Grünfläche und natürlichen Bewuchs zu sorgen – betonierte Gärten und Terrassen bringen keinem Vogel etwas. Haben sie einen guten Schattenplatz gefunden, machen die Vögel das Gleiche wie wir: Sie bewegen sich möglichst wenig. Denn Muskelarbeit erzeugt Körperwärme und heizt zusätzlich auf.

Vögel und Hitze – Eine Brise, bitte!

Unsere gefiederten Freunde haben zwar keine Ventilatoren, nutzen aber den Ersatz aus der Natur: Wind. Weil sie nicht schwitzen können, gelangt überschüssige Wärme nur über unbefiederte Stellen nach außen. Viele Vögel halten deshalb ihre Beine oder Flügel in den kühlenden Luftzug. Wasservögel nutzen ihr bevorzugtes Element als Kühlmittel und stellen einfach ihre Beine in das kühle Nass.

Auch Amseln und Rabenkrähen verwenden Luft zur Kühlung, indem sie mit offenem Schnabel vor sich hin hecheln. Dabei atmen sie schnell ein und aus und nutzen die vergrößerte Fläche von Rachen und Lunge, um mehr Wärme abgeben zu können.

Vögel und Hitze – Wasser ist Leben

Vor allem über die Atmung verlieren Vögel im Sommer eine Menge Wasser. Damit sie dieses schnell wieder aufnehmen können, sind sie oft auf menschliche Hilfe angewiesen. Vogeltränken und -bäder müssen auch gar nicht teuer sein. Für den Anfang reicht ein großer Blumentopfuntersetzer, den ihr an einer möglichst geschützten Stelle auf den Boden stellt und mit Wasser füllt. In die Mitte kommt ein Stein, der den Besuchern als Sitz- und Landeplatz dient. Achtet aber darauf, das Wasser regelmäßig auszuwechseln und die Tränke zu säubern. Ansonsten können sich Krankheitserreger unter den Vögeln verbreiten.

Falls ihr euch übrigens schon mal gefragt habt, wie die ewig fliegenden Mauersegler trinken: Sie steuern die Oberfläche eines Gewässers an. Dann gehen sie in den Gleitflug, schießen über das Wasser hinweg und nehmen es dabei mit dem Schnabel auf.

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