Zilpzalp – der seinen Namen singt

Zilpzalp – der seinen Namen singt

Der Zilpzalp gehört zu den Vogelarten, die nach ihrem Gesang benannt werden. Der auch als Weidenlaubsänger bekannte Vogel aus der Familie der Grasmücken ist leicht an seinem stets wiederkehrenden Gesang seines Namens erkennbar. Davon abgesehen ist er so klein und unscheinbar, dass er von vielen Vogelbeobachtern übersehen wird. Das ist sehr schade, deshalb wollen wir den kleinen lebhaften Vogel näher vorstellen.

Aussehen

Der Zilpzalp wird schon aufgrund seiner Gefiederfärbung leicht übersehen, denn diese rangiert zwischen Olivgrün auf der Oberseite bis zu gelb oder schmutzig weiß / beige auf dem Bauch. Dadurch ist er sehr gut zwischen den Blättern der Bäume getarnt. Sein Kopf ist verhältnismäßig groß im Vergleich zu dem kleinen und kompakten Körper. Ein gelber Überaugenstreif und ein dunkler Augenstreif geben dem Weidenlaubsänger, wie der Zilpzalp ursprünglich genannt wurde, sein charakteristisches Aussehen. Abgerundet wird das Aussehen dieser Vogelart mit den dunklen Beinen, die für die Vogelbestimmung sehr wichtig sind, wie noch deutlich werden soll. Weibliche und männliche Weidenlaubsänger sind nur bedingt zu unterscheiden. Männchen sind etwas langflügeliger als Weibchen, ansonsten aber nicht zu unterscheiden.

Vorkommen

Der Zilpzalp ist ein Zugvogel und kehrt Ende März aus seinem Winterquartier am Mittelmeer zurück. Der Zilpzalp gehört zu den häufigsten Vogelarten in Deutschland, kommt in Wäldern, Feldgehölzen, Parks und auch größeren Gärten vor. Er ernährt sich von kleinen weichhäutigen Insekten, wie Blattläusen und auch Insektenlarven, weshalb er auch von Gärtnern gern gesehen wird.

Vogelbestimmungs-Tipp

Der Zilpzalp wird sehr oft mit dem Fitis verwechselt, denn sie sind Zwillingsarten und nur schwer zu unterscheiden. Neben einigen kleineren Merkmalen sind vor allem der Gesang und die Farbe der Beine ausschlaggebend. Der Zilpzalp hat dunkle Beine, während der Fitis helle, graugelbe Beine hat. Außerdem erkennt man den Zilpzalp am besten an seinem Gesang – schließlich ruft er seinen Namen. (hier ist eine Hörprobe des Zilpzalp-Gesangs >>>)

Foto: © Vitaly Ilyasov – shutterstock.com

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel