Halsbandfrankolin – Wärmeliebender Schreihals

Halsbandfrankolin – Wärmeliebender Schreihals

Aussehen

Der Halsbandfrankolin gehört zur Familie der Fasanenartigen. Er wird 31 bis 36 Zentimeter groß, wobei die Männchen gewöhnlich etwas größer und schwerer sind als die Weibchen.

Wie so oft tragen die Männchen das auffälligere Federkleid. Die Grundfarbe an Kopf und Brust ist schwarz. Auf den Wangen befinden sich weiße Flecken, die Flanken sind weiß getupft. Um den Hals windet sich ein kastanienbrauner Ring, der an ein Halsband erinnert. Die Flügel sind zimtbraun mit weißen Federrändern. Die Bauchseite und der Bürzel sind bräunlich. Der dunkle Schwanz ist von einem dichten weißen Muster bedeckt und wirkt daher eher hell. Beim Weibchen herrscht die braune Farbe im Gefieder vor. Beide Geschlechter haben kräftige Füße und einen eher kurzen, abwärts gebogenen Schnabel.

Vorkommen

Das Brutgebiet des Halsbandfrankolins reicht von Zypern über die Türkei und den Iran bis nach Turkmenistan und Nordostindien. Früher kam er auch auf Sizilien und im Südosten Spaniens vor, doch dort ist die Art mittlerweile ausgerottet. Die größte Bedrohung ist die Jagd durch den Menschen.

Unser Vogel der Woche lebt in halboffenen Landschaften, zum Beispiel an Waldrändern oder am Saum von Feuchtgebieten. Besonders wichtig sind ihm Gebüsche und anderer niedriger Pflanzenwuchs.

Verhalten und Wissenswertes

Solches „Gestrüpp“ braucht der Halsbandfrankolin nämlich, um einen geschützten Ort für sein Nest zu schaffen. Dieses besteht meist aus einer flachen Mulde im Boden. Hier legt das Weibchen acht bis 12 dicke, leicht grünliche Eier. Sie ist allein für die Brut verantwortlich, während das Männchen in der Umgebung Wache hält. Nach knapp 20 Tagen schlüpfen die Jungen und folgen ihren Eltern, bis sie ausgewachsen sind. Normalerweise verbringt die junge Familie den Winter noch zusammen.

Man sieht dem Halsbandfrankolin schon an, dass er nicht der leidenschaftlichste Flieger ist. Meist bleibt er am Boden, wo er sehr schnell und wendig laufen kann und nach Pflanzen und Insekten stöbert. Bei Gefahr rennt er zuerst los und erhebt sich nur dann in die Luft, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt.

Gerade die Männchen sind als große Schreihälse bekannt. Jedes von ihnen hat sein Revier und darin einen erhöhten Posten (oft ein Erdhügel), von wo sich das Königreich gut überblicken lässt. Morgens sucht ein Männchen seinen Hügel auf und lässt seine lautstarken Rufe ertönen, um jeden wissen zu lassen: Das hier ist immer noch mein Revier!

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