Naturfilm: Deutschlands wilde Vögel

Naturfilm: Deutschlands wilde Vögel

In den Hotspots unseres Onlinemagazins stellen wir Vogelbeobachtungsgebiete vor. Und genau das macht auch Hans-Jürgen Zimmermann in seinem neuen Film, „Deutschlands wilde Vögel“. Im dritten und letzten Teil unseres Interviews stellt der Natur- und Tierfilmer sein neuestes Projekt vor.

Vogel & Natur: In dem Naturfilm „Deutschlands wilde Vögel“ stellen Sie zehn verschiedene Vogelbeobachtungsgebiete aus ganz Deutschland vor. Wir kamen Sie auf diese Idee?

Hans-Jürgen Zimmermann: Tatsächlich ist es so, dass ich immer wieder gefragt werde, wo ich denn die vielen Tiere in meinen Filmen zu Sehen bekomme. Da dachte ich, ich mache einfach einen Film und verrate den Zuschauern zehn Plätze, wo sie selbst Vögel beobachten können.

Vogel & Natur: Es gibt in Deutschland so viele reizvolle Vogelbeobachtungsgebiete – wie haben Sie die zehn in ihrem Film ausgewählt?

Hans-Jürgen Zimmermann: Da gab es verschiedene Kriterien. Sie sollten erst einmal von jedem Interessierten besucht werden können. Außerdem wollte ich verschiedene Gebiete aus ganz Deutschland, also aus Norden, Süden, Osten und Westen vorstellen. Und es sollten unterschiedliche Vogelarten sein, die in den Gebieten beobachtet werden können.

Vogel & Natur: Wenn jeder die Vogelbeobachtungsgebiete besuchen kann, können Vogelbeobachter dann auch genau Ihre Beobachtungserlebnisse nachempfinden?

Hans-Jürgen Zimmermann: Genau das möchte ich erreichen: Ich gebe dem Zuschauer zu jedem Gebiet natürlich eine gewisse Verortung und stelle es dann näher vor. Wenn also ein Zuschauer den Film aufmerksam betrachtet, oder vielleicht auch auf der Vogelbeobachtungs-Karte von www.vogelundnatur.de das Gebiet sucht, dann findet er meine Drehorte.

Vogel & Natur: Sie haben uns erzählt, dass die Filmarbeit teilweise sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Wie war das in diesem Fall?

Hans-Jürgen Zimmermann: Die Idee zu diesem Film hatte ich schon vor einigen Jahren, habe aber erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit angefangen aktiv daran zu arbeiten. Viele Vogelbeobachtungsgebiete musste ich im Frühling oder Herbst drehen, um beispielsweise den Kranichzug oder die Balz zu beobachten. Letztendlich habe ich etwa zwei Jahre an „Deutschlands wilde Vögel“ gedreht.

Vogel & Natur: Wann gibt es den Film im Kino zu sehen?

Hans-Jürgen Zimmermann: Diesen Herbst, ab 10. Oktober kommt „Deutschlands wilde Vögel“ ins Kino.

Vogel & Natur: Noch eine letzte Frage: Ist Ihnen während des Drehens eine Vogelart besonders ans Herz gewachsen?

Hans-Jürgen Zimmermann: Besonders interessant waren die Dreharbeiten bei den Großtrappen. Diese Vogelart, die bei uns nur noch im Havelland zu finden ist, kenne ich sonst nur aus dem Auslandsurlaub. Glücklicherweise wird sehr viel für den Schutz der Großtrappe getan, denn mittlerweile gibt es nur noch etwas mehr als 100 dieser Vögel in Deutschland. Diese Großtrappen in Deutschland zu sehen, das ist schon etwas Außergewöhnliches.

Wir bedanken uns bei Hans-Jürgen Zimmermann für das Interview und warten gespannt auf den 10. Oktober und „Deutschlands wilde Vögel“. Um die Wartezeit zu verkürzen, können Sie sich bei uns den Trailer zum Film anschauen oder auf unserer Karte mit den Vogelbeobachtungs-Hotspots selbst einen Ausflugsort für Ihre nächste Vogelbeobachtung finden.

Foto: © www.deutschlands-wilde-voegel.de

Website zum Film: https://deutschlands-wilde-voegel.de/

Interview Teil 1 – Naturfilmer Hans-Jürgen Zimmermann stellt sich vor >>>

Interview Teil 2 – Wie entsteht eine Naturdokumentation? >>>

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