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Allgemein Vogel der Woche

Stieglitz – farbenfroher Sänger

Stieglitz – farbenfroher Sänger
Name Stieglitz (Carduelis carduelis)
Größe 12-13,5 cm
Verbreitung Westeuropa, Nordafrika, Zentralasien, Westasien, Australien, Neuseeland und Südamerika
Lebensraum offene, baumreiche Landschaften, Obstgärten, Feldgehölze, Waldränder
Brutdauer 12-14 Tage
Nahrung Samen, selten auch Insekten

Der Stieglitz, ein Mitglied der Finkenfamilie (Fringillidae), fasziniert mit seinem farbenfrohen Gefieder und den charakteristischen Rufen. Als ein Highlight unter den Singvögeln zieht er Naturfreunde magisch an. Erfahrt hier alles Wissenswerte über den Stieglitz.

Aussehen

Seine einzigartige Färbung macht den Stieglitz unverkennbar. Wohl am auffälligsten ist dabei sein rot gefärbtes Gefieder am Kopf sowie der gelbe Streif an seinen Flügeln. Schwarz sind sein Schwanz und der Großteil der Flügel, ergänzt durch ein schwarzes Band am Kopf. Der Rücken des Stieglitz ist braun gefärbt, auch den hellen Bauch zieren vereinzelte braune Flecken. Die Männchen und die Weibchen sind gleich gefärbt, wobei die rote Gesichtsmaske bei den Weibchen im Gegensatz zu den Männchen nicht über den Augenrand hinausreicht. Die Jungtiere sind eher bräunlich gefärbt und tragen noch keine rote Maske am Kopf. Mit einer Körperlänge von etwa 13 Zentimetern und ihrer schlanken Gestalt sind Stieglitze sehr zierliche Vögel. Ihr Gewicht beträgt in der Regel etwa 14 bis 19 Gramm.

Vorkommen

Der Stieglitz erfreut Beobachter in vielen Teilen der Welt. Ursprünglich aus Westeuropa, Zentralasien, Westasien und Nordafrika stammend, wurde er auch in Australien, Neuseeland und Südamerika angesiedelt. In Deutschland gilt er als Standvogel oder Kurzstreckenzieher, mit Überwinterungsgebieten in West-, Mittel- und Südeuropa.

Da sich der Stieglitz vornehmlich von Samen aller Art ernährt, bevorzugt er samenreiche Lebensräume. Dazu gehören bäuerliche Landschaften wie Obstgärten und -wiesen, Waldsäume oder auch Brachen. Er lebt auch an Waldrändern oder in Hecken.

Verhalten und Wissenswertes

Stieglitze sind Schnellentwickler – mit dem Ende ihres ersten Lebensjahres sind sie bereits brutreif. In der Brutzeit zwischen Ende März und Juli führen Stieglitzpaare eine monogame Brutehe. Oftmals finden sogar zwei Jahresbruten statt, die erste Brut beginnt dann im Mai.

Am liebsten brüten die bunten Singvögel in hoch gelegenen Astgabeln von Bäumen. Nach der Wahl des Brutplatzes beginnt das Weibchen alleine, ein Nest aus unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Stängeln, Moos, Halmen und Blattfasern zu bauen. Das Männchen hält währenddessen Wache und singt.

Besonders gerne verzehren Stieglitze die Samen der Distel, weshalb sie auch als „Distelfinken” bezeichnet werden. Mit seinem spitzen Schnabel gelingt es ihm besonders gut, kleine Samen vom Boden aufzupicken und reife Samen von den Hüllspelzen zu befreien. Selten frisst der Stieglitz auch Insekten, meistens während der Brutzeit.

Der schöne Gesang des singfreudigen Stieglitz ist für ihn namensgebend: Seine rhythmischen Rufe bestehen aus einem mehrsilbigen, hellen “stiglit” oder “didelit”. Ergänzt werden sie durch ein lautes Zwitschern sowie mehrere Triller. Der Gesang der Stieglitze ist vor allem während der Balz zu hören, da sie der Partnerwerbung und Reviermarkierung dienen. Warn- und Kontaktrufe hingegen kann man das ganze Jahr über hören. Auch die weiblichen Stieglitze singen – allerdings leiser als die Männchen.

Ihr interessiert euch für die Themen Vogel und Natur und möchtet mehr erfahren? Auf unserem Blog findet ihr dazu eine Vielzahl spannender Artikel. Lies zum Beispiel mehr über Sperlingsvögel, den Blauhäher oder den Geruchssinn der Vögel.

Titelfoto von 32847342 auf Pixabay

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