Der Emu – Läufer statt Flieger

Hannah Lübben 10. September 2021 Keine Kommentare zu Der Emu – Läufer statt Flieger
Der Emu – Läufer statt Flieger

Mit seinen kleinen, verkümmerten Flügeln kann der Emu aus Australien nicht fliegen. Dafür läuft und springt er seinen Feinden dank kräftiger Muskeln an den Waden ganz einfach davon.

Aussehen

Ein enger Verwandter des Emus ist der Strauß. Dieser ist jedoch deutlich größer als der Emu: Die weiblichen Emus werden nur rund 1,5 Meter groß. Sie tragen ein braunes, graues und schwarzes Gefieder, das eher zottelig wirkt. Ihre rund 20 cm langen Flügel haben eine kleine Kralle an der Spitze. Diese Flügel sind für den Vogel jedoch nicht weiter von Nutzen. Die kräftigen Beine des Laufvogels enden in drei starken Zehen mit Krallen.

Vorkommen

Emus findet man in natürlicher Umgebung ausschließlich in Australien vor. Hier gelten sie als eines der wichtigsten Nationaltiere. Sie sind weit über den Kontinent verbreitet und leben in offenen Graslandschaften, trockenen Wüsten und Eukalyptuswäldern. Dabei scheuen sie nicht die Nähe zu menschlichen Siedlungen.

Verhalten und Wissenswertes

Emus sammeln den Tag über Gras, Früchte, Beeren, Blätter, Samen und Kräutern sowie verschiedene Insekten. Dabei sind sie meist allein unterwegs. Manchmal begeben sie sich jedoch auf längere Wanderungen, um neue Nahrungsquellen zu finden. Dabei finden sie sich in größeren Gruppen von mehreren tausend Tieren zusammen. Die Gruppen ziehen meist dorthin, wo Niederschlag gefallen ist. Anders als bei den meisten Vogelarten kümmert sich bei den Emus das Männchen um das Gelege und die Brut. Die Jungtiere bleiben etwa sechs Monate bei ihrem Vater, bevor sie alleine losziehen.

Da Emus nicht fliegen können, laufen sie vor Fressfeinden wie Dingos oder Füchsen davon. Sie werden maximal 50 km/h schnell und können diese Geschwindigkeit über eine längere Distanz halten.

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