Der Grünfink – Dauergast im Garten

Der Grünfink – Dauergast im Garten

„Amsel, Drossel, Fink und Star…“ – wer Teil eines der berühmtesten deutschen Kinderlieder ist, kann kein Unbekannter sein. Und tatsächlich: Der Grünfink ist einer der bekanntesten und häufigsten Vögel in Deutschland und ganz Europa. Besonders in den anstehenden Herbst- und Wintermonaten ist er ein häufig und gern gesehener Gast an Futterstellen.

Aussehen

Mit einer Länge von etwa 15 cm ist der Grünfink genau so groß wie sein „Bruder“ der Buchfink oder der Haussperling. Seinen Namen bezieht der „Grünling“ von seinem durchweg grünen Gefieder. Es ist kein auffälliges grün wie zum Beispiel bei Wellensittichen, sondern ein graues, schmutziges grün, auf der Unterseite etwas heller und deutlicher als auf der Oberseite. Dazu schmücken es noch einige gelbe Federn an Flügeln und Schwanz. Das Gefieder der Männchen ist dabei wesentlich farbiger mit einer größeren Gelbfärbung, während das Federkleid der Weibchen eher ins Bräunliche geht. Auffallend groß und kräftig ist der hornfarbene Schnabel der Grünfinken.

Vorkommen

Als einer der häufigsten Singvögel Mitteleuropas ist der Grünfink über ganz Europa, den Norden Afrikas und Südwest-Asien verbreitet. Aus den nördlichen Regionen zieht er in den kalten Monaten hin und wieder in wärmere Regionen, in unseren Breiten ist er jedoch ein Standvogel und kann sich in Mitteleuropa – u.a. durch menschliches Zutun – auch im Winter ernähren. Er lebt gerne an Waldrändern, in Gärten und Parks (vor allem in der Stadt!) und prinzipiell überall, wo es Gebüsch und pflanzliche Nahrung wie Samen, Knospen oder Früchte gibt.

Beobachtungs-Tipps

Der Zungenbrecher „Im dichten Fichtendickicht nicken dicke Finken tüchtig“ kommt nicht von ungefähr. Grünfinken brüten in Bodennähe und das besonders gerne in Hecken, Sträuchern oder Kletterpflanzen. Dort können sie ihre Nester bestens verstecken. Besonders gute Beobachtungs-Chancen bieten also Gärten oder Parks mit solchen Pflanzen. Wer in Ruhe auf einer Parkbank neben einer Zierhecke entspannt, trifft früher oder später mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Grünling. Ebenso gerne nutzen die Finken die Futterstellen wie Meisenknödel. Somit lassen sich auch in der kalten Jahreszeit einfach Exemplare zur Beobachtung anlocken. Der Grünfink ist eben überall – zur Freude aller Vogelfans.

Foto: rase / pixelio.de

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3 Kommentare

  1. Stephan 11. Januar 2015 um 00:52 Uhr

    Bei uns gibt es den Grünfink seit 2008 nicht mehr. Ebenso die Gimpel, Zaunkönige und Ringeltauben sind weg. Maisanbau und die chemischen Spritzmittel sind schuld daran

    • Christian Kolbe 12. Januar 2015 um 11:47 Uhr

      Das ist sehr schade. Leider stehen Landwirtschaft und Natur oft im Streit miteinander. Trotzdem sollte erwähnt werden, dass es auch immer mehr landwirtschaftliche Betriebe gibt, die auf die Umgebung und die Tierwelt achten. Hoffen wir, dass sich das Ganze wieder in die richtige Richtung entwickelt. Beste Grüße aus der Redaktion!

  2. Diana 28. Oktober 2018 um 15:03 Uhr

    Liebe Grüße aus dem Harz!
    Es gibt bei uns nicht nur Grünfinken sondern auch Eichelhäer.
    Unsere Futterstelle im Herbst/Winter wird regelrecht gestürmt und ganz wichtig eine Trinkstelle.

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