Vogelgesang erkennen – Tipps für aufmerksame Zuhörer

Vogelgesang erkennen – Tipps für aufmerksame Zuhörer

Vogelgesang erkennen – das ist bei manchen heimischen Arten keine leichte Aufgabe. Wir hören bei fünf Sängern genauer hin.

So singt der Buchfink

Mit seinem prachtvollen Gefieder (bei den Männchen) ist der Buchfink eine echte Zierde in den Wäldern, Gärten und Parks. Er ist der häufigste Vertreter unserer heimischen Finken. Seinen harten, schmetternden Gesang nennt man auch „Finkenschlag“. Seine typische Strophe beginnt mit einer raschen Abfolge kurzer Töne, steigert sich dann zu etwas längeren Sequenzen und endet mit einem übermütigen Schnörkel. Der beliebteste Merkspruch hierfür lautet: B-b-b-b-bring mir ein Glas mit Weizenbier!

Gesang des Gartenrotschwanz

Der eher leise, gequetschte Gesang des Hausrotschwanzes ist den meisten bekannt. Aber wie sieht es mit seinem etwas selteneren Verwandten, dem Gartenrotschwanz aus? Mit seiner weißen Stirn und der rostroten Brust huscht er durch lichte Wälder, Parks, Obst- und Hausgärten. Er singt am liebsten auf den höchsten Ästen von Bäumen und Büschen. Seine zwitschernde Strophe ist meist in zwei Hälften unterteilt. Zuerst kommt ein betonter, lang gezogener Ton, dann zwei kurz angeschlagene.

Goldammer mit goldender Stimme

Wie eine kleine, goldene Kugel schimmert die Goldammer manchmal im Licht, wenn sie oben auf einem Baum oder Busch ihren Gesang vorträgt. Um Weibchen anzulocken, lässt das Männchen ein lang gezogenes „zizizizizizizii-düh“ ertönen und wird dabei immer höher. Der letzte, lang gezogene Ton fällt allerdings leicht ab. Deshalb gibt es zum Beispiel die Eselsbrücke Wie wie wie hab ich dich liiiieeb oder, bei den Briten: Give me a little bread without cheeese.

Vogelgesang erkennen: Singdrossel

Diese braun getupfte Sängerin ist vor allem abends zu hören. Sie ist nicht ganz so leicht zu erkennen, da sie meist sehr lang und variantenreich singt. Ein Hinweis ist, dass die Singdrossel einzelne Motive wiederholt, meistens dreimal. In den flötenden Abschnitten erinnert die Singdrossel an den leicht wehmütigen Gesang der Amsel. Wo sie ihr Lied anstimmt, ist ihr meist egal, ob auf einem Baum oder am Boden hüpfend.

Das Lied der Tannenmeise

Die kleine Tannenmeise hat Ähnlichkeit mit der Kohlmeise, auch in Sachen Gesang. Genau wie bei der Verwandten handelt es sich um einen schnellen, eher monotonen Zweiklang. Er klingt allerdings weicher als bei der Kohlmeise, nämlich „sitjü-sitjü-sitjü“. So manchen Zuhörer erinnert dieser Klang an eine quietschende Luftpumpe. Er ist vor allem in der Nähe von Nadelbäumen zu hören, in denen die Tannenmeise auf der Suche nach Nahrung herumklettert.

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