Buntspecht – beliebter Waldbewohner

Buntspecht – beliebter Waldbewohner

Der Buntspecht ist der in Deutschland am häufigsten vorkommende Specht und kann in fast allen Waldgebieten beobachtet werden. Dank seiner auffälligen Färbung kann er auch von Vogelbeobachtungs-Einsteigern verhältnismäßig leicht entdeckt und eindeutig bestimmt werden.

Aussehen

Der Buntspecht ist etwa so groß wie eine Amsel und verfügt über den charakteristischen Körperbau der Spechte: Sein Schnabel ist gerade und scharf, seine Flügel abgerundet und sein Schwanz verfügt über steife Steuerfedern. Er hat vier Zehen mit gebogenen Krallen, von denen zwei nach vorne und zwei nach hinten gerichtet sind. Die Krallen und die steifen Steuerfedern sorgen dafür, dass der Buntspecht am Baumstamm entlang laufen, sich abstützen und festkrallen kann.

Die Gefiederfärbung der Vogelart ist sehr kontrastreich und leicht zu erkennen. Der Bauch ist weiß, der Unterschwanz leuchtend rot gefiedert. Der Buntspecht hat schwarzes Gefieder mit weißen Flecken auf der Oberseite.

Männliche und weibliche Buntspechte können leicht daran unterschieden werden, dass nur das Männchen einen roten Nackenfleck hat. Jedoch ist bei Jungvögeln beider Geschlechter ein roter Scheitel vorhanden, dafür ist bei diesen der rote Unterbauch noch nicht deutlich ausgeprägt.

Vorkommen

Der Buntspecht ernährt sich hauptsächlich von Insekten, beziehungsweise Insektenlarven, die er aus der Rinde der Bäume bohrt. Auch seine Bruthöhle zimmert er sich selbst in  Bäume mit weichem oder morschen Holz. Da er sich aber im Vergleich zu anderen Spechtarten nicht weiter spezialisiert hat, ist der Buntspecht in nahezu allen Waldgebieten Deutschlands und auch in einigen Parks zuhause.

Vogelbeobachtungs-Tipp

Einen Specht beim Wohnungsbau oder bei der Nahrungssuche zu beobachten ist sehr spannend. Besonders gut geht das natürlich, wenn man einen Buntspecht in unmittelbarer Nähe hat, so dass man ihn häufig beobachten kann. Wenn man einen eigenen Garten hat, kann man mit etwas Glück einen Buntspecht anlocken, indem man für ein Angebot an Totholz sorgt, in dem er Insektenlarven finden und vielleicht sogar eine Höhle zimmern kann. Also altes Holz nicht sofort entsorgen, sondern lieber aus sicherem Abstand beobachten.

Foto: © Marion – pixelio.de

Diesen Artikel empfehlen

2 Kommentare

  1. Tim memmesheimer 28. März 2017 um 18:25 Uhr

    ich möchte mehrere Buntspechte beobachten im Region Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach weil es mir Interessiert.

    und ich möchte auch darüber Lernen ?

    Mit : Datum , Tag , Monat , Ort , Uhrzeit wenn es möglich ist ?

    • Christian Kolbe 29. März 2017 um 10:08 Uhr

      Hallo Tim,

      wir von Vogel und Natur bieten keine Beobachtungen oder Führungen an. Wende Dich doch mal an die NABU-Stelle in Deiner Region, dort werden oft verschiedene Veranstaltungen rund um die Natur angeboten.

      Beste Grüße aus der Redaktion!

Diskutieren Sie über diesen Artikel