Birding Tours – Außergewöhnliche Reiseziele für Vogelbeobachter

Birding Tours – Außergewöhnliche Reiseziele für Vogelbeobachter

Von der bunten Vogelwelt Perus haben wir euch berichtet, aber für reiselustige Vogelbeobachter gibt es noch viel mehr Ziele. Heute entführen wir euch nach Äthiopien, Papua-Neuguinea und Estland.

Birding Tours nach Äthiopien

Der ostafrikanische Staat ist ein wahres Paradies für Natur- und Vogelbeobachter. Stellt euch das einmal vor: Während in Deutschland knapp 200 Vogelarten zu beobachten sind, könnt ihr in Äthiopien ganze 924 Arten antreffen, 23 davon sogar allein dort. Diese einzigartige Vielfalt ist bedingt durch die abwechslungsreiche äthiopische Landschaft, in der sich Hochland und Savanne, Feuchtwälder und Berge abwechseln. So wird verschiedensten Vogelarten ein reichhaltiger Lebensraum geboten. Auf Birding Tours in Äthiopien könnt ihr unter anderem Nektarvögel, Papageien, Waldvögel, Tauben und Kraniche entdecken. Einzigartig in der Welt ist zum Beispiel der dickschnabelige Erzrabe, welcher sich mit dem Kolkraben den Rang des größten Singvogels teilt. Ein prächtigeres Beispiel für die Artenvielfalt Äthiopiens ist sicher das Geierperlhuhn, welches ihr auf unserem Beitragsbild bewundern könnt. Die vielleicht beste Zeit für Birding Tours nach Äthiopien liegt zwischen Januar und April, wenn sich neben den Standvögeln auch noch unzählige europäische Zugvögel dort tummeln.

Papua-Neuguinea: Paradies für Vogelbeobachter

Der Inselstaat im Pazifik hat eine wahrlich beeindruckende Vogelvielfalt aufzuweisen. Wieder liegt eine Ursache in der vielfältigen Landschaft: Neben Regenwäldern gibt es hier auch Gletscher und sogar Vulkane. Von den erstaunlichen 781 Vogelarten Papua-Neuguineas sind 76 endemisch, sie leben also ausschließlich dort. Darunter sind etwa der Brillenkakadu und einige Greifvogelarten. Außerdem typisch für die Fauna Papua-Neuguineas sind Kasuare, Großfußhühner, Tauben, Kuckucke, Schwalme, Loris und andere Papageien, Eisvögel und unzählige Arten von Singvögeln. Ein Highlight von Birding Tours auf Papua-Neuguinea ist nicht zuletzt, dass 38 der weltweit 43 Paradiesvogelarten auf Papua-Neuguinea leben. Einer davon hat sogar eine Verbindung zu Deutschland: Der Albert-Paradiesvogel wurde zu Ehren des sächsischen Königs Albert benannt und als erstes von einem Dresdner Zoologen beschrieben. Was es mit diesen außergwöhnlichen Tieren auf sich hat, seht ihr in diesem Video des Cornell Lab of Ornithology:

 

Vogelbeobachtung in der Nähe: Estland

Birding Tours müssen gar nicht immer so weit in die Ferne gehen. Das kleine, unscheinbare Estland ist eine der bisher unentdeckten Vogelbeobachtungsoasen Europas. Mit 380 Vogelarten ist Estland eine der vogelreichsten Nationen Europas, übertroffen nur von Spanien. Ein Grund ist, dass Estland als einer der wichtigsten Rastplätze auf der Zugroute der arktischen Wasservögel liegt. Deswegen solltet ihr eure Birding Tours nach Estland mit den Zeiten des Vogelzugs abstimmen. Im März schon könnt ihr an der Küste vor der estnischen Insel Saaremaa die seltene Scheckente beobachten, im Herbst hingegen locken Kranichschwärme Vogelbeobachter ins Baltikum. Außerdem leben in Estland sechs verschiedene Adlerarten und fast alle europäischen Spechtarten, zum Beispiel der in Mitteleuropa seltene Weißrückenspecht. Auch für am Boden lebende oder jagende Vögel herrschen ideale Bedingungen. Durch die nach wie vor kleinbäuerliche Landwirtschaft gedeihen bei uns bedrohte Arten wie der Wachtelkönig, Schreiadler, Birk– und Auerhuhn in Estland immer noch gut.

Für Birding Tours nach Estland sind Ausflüge von 7 bis 9 Tagen ideal. Durch die vielen Vogelbeobachtungstürme ist zum Birding eine gute Infrastruktur gegeben. Der beste Zeitraum liegt wahlweise im Frühjahr zwischen März und Mitte Juni oder im Herbst im September und Oktober.

Allen Vogelbeobachtern, die wir mit unseren Tipps neugierig machen konnten, wünschen wir eine gute Reise! Schickt uns gerne Bilder und Eindrücke eurer Birding Tours!

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Foto: Francesco Veronesi (Lizenz: CC BY-SA 2.0) / flickr.com

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