Vogelbeoachtung in und um Innsbruck

Vogelbeoachtung in und um Innsbruck

Innsbruck ist ein Paradies für Wintersportler und beeindruckt mit seinen Bauwerken aus der Kaiserzeit. Und in der Natur rings um die Stadt kann man wunderbar die verschiedenen Gebirgsvögel beobachten.

Innsbruck ist die Landeshauptstadt des Bundelandes Tirol im Westen von Österreich. Rings um die Stadt erhebt sich ein beeindruckendes Bergpanorama. Nördlich findet sich zum Beispiel die Nordkette, eine der vier großen Gebirgsketten des Karwendel. Im Süden liegen die Vorberge der alpinen Zentralkette. Ein beliebtes Ziel in diesem Gebiet ist der 2.246 Meter hohe Patscherkofel. In dieser Richtung gehen die typischen Bergmischwälder in große Bestände der Zirbelkiefer über. Von Innsbruck aus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Wanderung in die Berge zu unternehmen und dabei die einzelnen Höhenlagen und die jeweilige Vogelwelt zu erleben.

Innsbruck: Vogelbeobachtung im Tal

Fangen wir zunächst „unten“ an. Durch Innsbruck fließt der Fluss Inn, von zahlreichen Brücken überspannt. Auf diesen Brücken kann man bereits Wasseramseln und Gänsesäger beobachten, genau wie jagende Felsenschwalben, Schwarz– und Rotmilane. In den Felswänden in Talnähe brüten Mauerläufer, Wanderfalken und Uhus. Westlich von Innsbruck liegt die Martinswand, der älteste bekannte Brutplatz von Alpenseglern in Tirol.

In den Wäldern der tieferen Lagen leben Berglaubsänger, Fichtenkreuzschnäbel und zahlreiche Spechtarten, darunter auch Dreizehen– und Weißrückenspechte. In den Zirbelkieferwäldern ist eine Begegnung mit dem Tannenhäher sehr wahrscheinlich. Der fleißige Vogel legt hier Nahrungsdepots aus Baumsamen an und hilft der Zirbelkiefer so, sich zu verbreiten.

Über die Baumgrenze hoch hinaus

An der Baumgrenze fühlen sich Arten wie Birkhuhn, Ringdrossel, Alpenbirkenzeisig und Klappergrasmücke wohl. Im Frühling erklingt der kullernde Gesang der balzenden Birkhähne. Und am Rand von Almflächen suchen Bluthänfling und Zitronenzeisig nach Nahrung.

In den alpinen Hochlagen leben weniger, dafür aber umso interessantere Vögel. Neben Alpendohlen und Kolkraben lassen sich hier zum Beispiel Alpenbraunellen oder die perfekt getarnten Alpenschneehühner beobachten. Auch die robusten Schneesperlinge haben in der Höhe ihren Lebensraum.

Beobachtungstipps

Lohnende Beobachtungsgebiete gibt es in großer Zahl rund um Innsbruck. Im Norden der Stadt könnt ihr zum Beispiel mit der Innsbrucker Nordkettenbahn zur Station Seegrube hinauffahren. Von hier aus führt der beliebte Karwendel-Höhenweg in die Umgebung. Wer Tannenhäher beobachten möchte, nimmt die Patscherkofelbahn bis zum Patscherkofel-Schutzhaus (1.960 Meter). Von hier aus folgt man dem Zirbenweg in östlicher Richtung und findet sich unter Zirbelkiefern wieder.

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel