Vogelbeobachtung in Deutschland: Unterwegs in Sachsen

Vogelbeobachtung in Deutschland: Unterwegs in Sachsen

Auf unserer Tour zu den schönsten Spots für eine Vogelbeobachtung in Deutschland starten wir in Sachsen. Das Bundesland hat in puncto Flora und Fauna einiges zu bieten: Vom Artenreichtum der Mittelgebirge bis zu den Tieren und Pflanzen, die sich in seenreichen Tiefebenen wohlfühlen. Welche Vögel in Sachsen brüten und rasten, und welche Orte für Vogelbegeisterte besonders spannend sind, erfahrt ihr auf diesem Blog.

Das Erzgebirge

Die Vogelvielfalt im Naturraum Erzgebirge ist groß. Verschiedenste Arten finden in den Wäldern und Wiesen, auf den Kammlagen und in den Tälern, in den Mooren und an den Bächen ein Zuhause. Im Frühjahr und Herbst kann man zahlreiche Vögel auf ihrem Zug beobachten. Die ehemaligen Bergwerksteiche südlich von Freiberg werden neben anderen Gewässern als Rastplatz genutzt.
Auf dem Fichtelberg könnt ihr Hochgebirgsvögel wie Alpenbraunelle, Alpensingdrossel, Schneesperling und Bergpieper entdecken. Typisch für die Region des Ost-Erzgebirges ist die Wasseramsel, und auch Zaunkönig und Stockente brüten mit Vorliebe in dem sächsischen Naturraum. In der Mitte des Naturparks Erzgebirge liegt das Schwarzwassertal. Hier finden sich jedes Jahr Uhupaare zum Brüten ein. Auch verschiedene Spechtarten sowie den im Erzgebirge heimischen Sperlingskautz könnt ihr in den Mischwäldern des Schwarzwassertals beobachten.

Die Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz ist ein wahres Vogelparadies. Das zum Elbsandsteingebirge gehörende Gebiet in Sachsen beherbergt in seinen Wäldern unter anderem Wanderfalke, Turmfalke, Kolkrabe, Hausrotschwanz, Uhu und Mauersegler. Im feuchten Tal fühlen sich zum Beispiel Seeadler, Zwergtaucher, Schellente und Gänsesäger wohl. Erfahrt mehr zur Vogelwelt der Sächsischen Schweiz auf unserem Blog.

Die Limbacher Teiche und die Eschefelder Teiche

Das Vogelschutzgebiet Limbacher Teiche ist ein Feuchtgebiet nord-westlich von Chemnitz. Hier finden Vögel ein Zuhause, deren Lebensraum zunehmend zerstört wird: Die Feuchtwiesen, Nasswiesen und Niedermoore beheimaten unter anderem Rohrammer, Drosselrohrsänger, Teichrohrsänger und Blaukehlchen. Auch Rohrweihe und Schlagschwirl lassen sich hier blicken. Auf unserem Blog lest ihr, wer außerdem in der Nähe der Teiche lebt und brütet.
Rund 40 Kilometer weiter nördlich liegen die Eschefelder Teiche. Zwischen den acht verschiedenen Seen lassen sich unter anderem rastende Limikolenarten entdecken. Mit etwas Geduld seht ihr vielleicht einen Sumpfläufer, Graubruststrandläufer, Teichwasserläufer oder ein Odinshühnchen. Auf dem größten See könnt ihr eine Lachmöwenkolonie beobachten.

Der Werbeliner See

Südlich von Delitzsch liegt der 450 Hektar große Werbeliner See, der aus einer ehemaligen Tagebaugrube geschaffen wurde. Hier befindet sich das Naturschutzgebiet Werbeliner See, das zum Vogelschutzgebiet „Agrarraum und Bergbaufolgelandschaft bei Delitzsch“ gehört. Über 180 verschiedene Vogelarten wurden bereits dokumentiert, 88 davon als Brutvögel. Damit zählt das Gebiet rund um den See zu den wichtigsten Brutflächen Sachsens: Im Frühjahr und Sommer könnt ihr hier Grauammer, Kiebitz, Raubwürger, Rohrweihe, Rothalstaucher, Schwarzhalstaucher und Steinschmätzer beobachten. Auch Baumfalke, Neuntöter, Rohrdommel, Rotmilan und Wespenbussard sowie Seeadler lassen sich immer wieder im Uferbereich blicken.

Die Seenlandschaft bei Leipzig

Südlich von Leipzig sind verschiedene Tagebauseen entstanden, die heute einen Lebensraum für Vögel darstellen. Wer gern Wasservögel beobachtet, sollte dem Cospudener, Markleeberger, Störmthaler oder/und dem Zwenkauer See einen Besuch abstatten. Hier tummeln sich unter anderem Sturm-, Lach-, und Silbermöwen, Kormorane, Nilgänse, Stockenten sowie diverse Singvögel. Mit etwas Glück kreist ein Seeadler über der Wasseroberfläche.

Ihr kennt weitere Orte für eine Vogelbeobachtung in Sachsen? Teilt sie uns gern in den Kommentaren mit!

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